Die ach so bösen Veranstalter...

Die ach so bösen Veranstalter...

Heute kommen wir zum ersten von einigen weiteren Folgeartikeln zum sauftiroler Teufelskreis. Heute möchte ich mal die Seite der immer genannten Sündenböcke beleuchten. Es geht um die Veranstalter und wie ich finde sollten wir uns eher glücklich schätzen sie zu haben, anstatt sie als immer währende Sündenböcke zu bezeichnen.

In den letzten Jahren scheint es irgendwie zu einem Aussterben zu kommen. Immer mehr der früher bekannten, jährlich stattfindenden und zum Teil sehr gut organisierten Events scheinen spurlos zu verschwinden. Wenn ich 10 Jahre in meine Vergangenheit zurückblicke, frage ich mich heute zum Teil, wo Jugendliche noch feiern können. Haben denn alle Veranstalter plötzlich aufgegeben? 

Naja, irgendwie kann ich ihnen ihre Aufgabe nicht mal Übel nehmen. Wenn ich das Ganze versuche aus ihrer Sicht zu betrachten, bekomme ich eine kleine Idee warum die Spezies "engagierter Veranstalter" mehr und mehr der sicheren Ausrottung ausgeliefert ist. Ich muss ja sagen, dass ich auf einigen Events zum Teil auch sehr junger Veranstalter fotografiert habe und ich muss sagen, dass ich das tolle Engagement und die großartigen Ideen dieser einzigartigen Menschen fast beneidenswert finde. Es ist immer wieder ein Erlebnis mit solchen Menschen zu arbeiten. 

Leider werden diese Menschen aber nicht überall geschätzt und ich finde das schlicht und ergreifend furchtbar, wenn alles Schlechte immer auf die Veranstalter geschoben wird. Sie sind ständig am arbeiten, laufen von einem Amt zum nächsten und reißen sich buchstäblich den A**** auf um etwas Geniales auf die Beine zu stellen. Wie es scheint, werden diesen Menschen aber mit jedem Event, auf welchem sich manche schlicht und ergreifend nicht benehmen können oder auf welchem irgendetwas nicht rund läuft, noch mehr Steine in den Weg gelegt. Also um ehrlich zu sein: Praktisch nach jedem größeren Event gibt es erstmal eine Hassorgie gegen die Veranstalter. Vor allem dann noch, wenn festgelegt wird, dass die Veranstaltung nicht wieder organisiert wird.

Mir drängt sich nur eine Frage auf: WOS SOLL DER SCH****?!

Warum arbeiten die öffentliche Verwaltung und so manche Besucher der Events offensichtlich immer gegen die Veranstalter? Würde man das Ganze unterstützen, gäbe es wieder viel mehr Events. Es würde sich mit Sicherheit wieder eine größere Veranstaltungskultur entwickeln, für jeden Geschmack wäre etwas dabei und überfüllte Events, welche stets im Chaos enden würden wahrscheinlich auch weniger werden. Stattdessen wird dafür gesorgt, dass man die südtiroler Veranstaltungskultur bald nur noch auch Bildern in einem Museum betrachten kann. Und daran ist nun wirklich kein Veranstalter schuld.

Was denkt ihr? Sind wirklich immer die Veranstalter das große Problem? Oder liegt das Problem noch ganz wo anders? Schreibt in die Kommentare was ihr darüber denkt!

Raus mit den Vorurteilen

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...Hinter den Kulissen

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