Tu es einfach!

Tu es einfach!

... es war etwa am Anfang dieses Jahres als ich aus der wohlig und warmen Comfortzone meines bis dahin sehr in Schienen verlaufenden Leben gerissen wurde. Ein wirklich einmaliger Tag in meinem Leben voller Angst um mein eigenes Leben und einer Leere, wie man sie wohl in keinem Abgrund dieser Welt finden könnte. Trotz all der Panik und Hektik (die trotz lebensbedrohlicher Symptome zwar berechtigt aber vollkommen unnötig war, wie sich am Ende rausgestellt hat) war es dennoch eines der wichtigsten, wenn auch nicht gerade schönsten Ereignisse meines Lebens. In einem Moment der Ruhe habe ich für mich und meine Zukunft einen Entschluss gefasst. Tu es einfach!

Die ersten Folgen der wahrscheinlich tiefgreifendsten Entscheidung meines Lebens sollten sich bereits einige Zeit später zeigen. Man verliert sich manchmal ein wenig in der Gemütlichkeit seines Lebens und bemerkt gar nicht erst, dass man mit der Welt um sich herum eigentlich gar nicht mehr so zufrieden ist, wie man immer meinte. Die mangelnde Motivation beim ach so überlebenswichtigen Job schlägt auch mal schnell ins eigene Privatleben und es braucht manchmal einen wirklichen Knall der einen wachrüttelt. In einem Moment übermäßigen Ärgers und unglaublicher Frustration kam dieser Moment auch für mich und all die schweren, negativen Lasten dieses Ärgers wurden zu einer Coolness, die man wohl wirklich nur einem überwältigenden Clint Eastwood nachsagen könnte. Ich hab es getan, bin einfach gegangen und bin trotz höllischem Respekt und der Angst eine Fehlentscheidung getroffen zu haben, nicht mehr zurück.

Vor einem Jahr hätte ich wohl kaum jemandem geglaubt, der behauptet hätte, ich könnte nur die Dinge tun die mir wirklich etwas bedeuten. Nie im Leben hätte ich selbst gedacht, dass ein Schlag aus meiner Comfortzone mich so weit bringen könnte. Anders gesehen wäre ich auch nicht hier, wenn ich weiterhin auf die Sicherheit und vermeintliche Wärme meiner ach so schönen kleinen Komfortwelt geschworen hätte. Der Schritt, meine Vorstellungen und Träume zu meiner Priorität Nummer 1 zu machen, war definitiv notwendig, denn wie auch in vielen anderen Regionen dieser Welt, werden wir auch hier in Südtirol meist dazu erzogen ein sicheres und wohliges Leben, nicht selten auch für jemand anderen, zu leben. Ich sage, nimm dein Leben in die eigene Hand, übernimm die Kontrolle darüber, mach es wild und frei und frage Dich selbst immer wieder: "Was ist mein Traum?".

Das alles mag zwar nicht für jeden Menschen so funktionieren wie es für mich funktioniert hat. Genauso wenig möchte ich sagen, dass ihr in einem Anfall von Selbstbewusstsein und Übermut mit euren Ideen durchbrennt und alles andere ohne Hemmung zurücklasst. Finde Deinen Weg und gehe nicht den den, den jemand anderes für Dich vorgesehen hat. Die Überraschungen, die dir auf diesem Weg begegnen sind bereits nach kurzer Zeit überwältigend.

Tu es einfach, lebe Dein Leben!

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